29.06.2013 | 29.06.2013: 1. Etappe Jünkerath-Kelmis

Heute war es endlich soweit. Die erste Radetappe. Wecken war für 7 Uhr angesagt, viele waren zu dieser Zeit schon fast abfahrbereit. Nachdem wir in aller Ruhe gefrühstückt hatten, war immer noch endlos Zeit.

Um 8:45 Uhr wurde endlich zum Aufstellen gerufen und um 9 Uhr ging es dann tatsächlich los. Start in Jünkerath, Mittagspause in Elsenborn, Tagesziel Kelmis in Belgien nach 85 Kilometern.

Das Wetter war uns heute leider nicht so wohlgesonnen, es war kalt, regnete fast vom Start an und bis zur Mittagszeit regnete es wie aus Eimern. Richtig schön wurde es die ganze Fahrt nicht, erst bei unsere Ankunft in Kelmis wurde es besser.

Aufgrund des Wetters und der ersten heftigeren Anstiege gab es schon einige Ausfälle, manche wegen Materialschäden andere wegen unzureichender Fitness.

In Kelmis gab es ortstypisch leckere Pommes und etwas später einen Empfang, der von Jacky Cloth, dem Vorsitzenden des Sportrates der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens, eröffnet wurde. Ihm, selbst ein langjähriger aktiver Tourteilnehmer, verdanken wir, mit Kelmis als Etappenort, den nördlichsten Punkt, den die Tour je angefahren hat.

Die folgende Rede einer Vertreterin der Gemeinde handelte von der langen Unabhängigkeit Kelmis bis 1919, was zu einem gelebten Fairplay in diesem Dorf führte.

Der aktuelle Präsident des Eurosportpools Kurt Rathmes wies auf die Bedeutung des Radsports für den Tourismus in der Region hin.

Die „Rekord-Tourteilnehmerin“ Nicole erklärte ihren Mitfahrern anschließend, was man alles durch die Tour für sein alltägliches Leben lernen kann: Respekt, Leistungsbereitschaft, Geduld, Fairness und die Erkenntnis, dass mich andere so behandeln, wie ich ihnen entgegen trete.

Den Abschluss bildete Pater Pierre aus Kelmis, der ausführlich über seine jahrzehntelange Arbeit in Rwanda erzählte. Vor allem seine Erlebnisse aus der Zeit des Völkermordes 1994 mit über eine Mio. Toten beeindruckten. Auch berichtete er über die vielen Verbesserungen, die es in den letzten Jahren im Land gab: im Schulsystem, Gesundheitswesen, in der Hygiene und im Umweltschutz.

 

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