Fair Play Tour- Versprechen

 
Schüler, Eltern und Lehrer versprechen mit der Anmeldung zur Tour, dass sie sich besonders um faires Verhalten bemühen.
Fair Play Tour- Versprechen der Schüler

Auszug aus dem Grußwort von : 
Klaus Meiser 
Minister für Inneres und Sport - Saarland im Jahre 2009

"Ich bin sehr erfreut, dass gerade der Sport Kinder und Jugendliche aus unserer Großregion zusammenbringt. Die Fair Play Tour d´ Europe bietet den Kindern nicht nur eine Woche Spaß und gemeinsame sportliche Erlebnisse. Sie leistet auch einen wesentlichen Beitrag zu vielen weiteren positiven Funktionen des Sports. Tag für Tag wird die Bildung gefördert, indem im Umgang mit anderen Menschen neues Wissen und wesentliche Fähigkeiten der Lebens- und Alltagsbewältigung erworben und eingeübt werden. Die tägliche Bewegung beeinflusst die physische und psychische Gesundheit positiv, trägt zum allgemeinen Wohlbefinden und einer hohen Lebensqualität bei. Schließlich werden während der Tour wichtige soziale Werte wie Solidarität, Fairness, Teamfähigkeit und Toleranz vermittelt und im sozialen Kontakt untereinander entsprechende Verhaltensweisen gelebt. 
Dies sind wesentliche Grundlagen für ein friedliches Zusammenleben zwischen den Völkern, für einen von Freundschaft und Vertrauen geprägten Umgang miteinander in unserer gemeinsamen Großregion. 
Ein großartiges, spannendes, erlebnisreiches und lehrreiches Projekt für Schüler! 
Eine  positive Entwicklung können junge Menschen nur nehmen, wenn sie bereit sind sich zu engagieren, ihr Leben nach gewissen Werten auszurichten und Regeln anzuerkennen."

Für die Teilnahme an der Fair Play Tour bedeutet dies, dass sie folgende Versprechen abgeben
müssen: Ich verspreche, dass ich

  • mich im Lebenslauf unserer Schule engagiere
  • die Tour zu meinem persönlichen Lebenslauf mache und mich mit dem Tourprojekt identifiziere
  • dass ich die Trainingseinheiten vor der Tour zuverlässig durchführe und fit bin, 100 Tourkilometer am Tag im 20-er Schnitt fahren zu können
  • dass ich mich auch im Alltag um vernünftiges (faires) Verhalten bemühe
  • dass ich die Tourregeln beachte

 

 
Fair Play Tour- Versprechen der Eltern

Erziehungsarbeit war von jeher schwierig. Schon im alten Griechenland wurde über die junge Generation geschimpft und ein Weltuntergang heraufbeschworen. Fruchtbare Erziehungsarbeit funktioniert nur in einem harmonischen Dreieck: Schüler - Eltern - Lehrer. Jede dieser Gruppe muss sich ihrer Verantwortung bewusst sein. Die große Aufgabe von Eltern und Lehrer ist es, die Talente, die in den jungen Menschen stecken, zu entdecken und zu fördern. Dabei sind oft viele Widerstände zu überwinden. Hier gilt der Grundsatz:

Locker bleiben, aber nicht locker lassen!

Die Fair Play Tour kann für ihre Kinder zu einem Erlebnis werden, das ihr Leben entscheidend prägen kann. Sie können einen positiven Schub in ihrer Werteeinstellung und Leistungsentwicklung bekommen. Den Jugendlichen muss aber in der Vorbereitung auf die Tour bewusst werden, dass sie diese nicht wie ein Konsument einer Pauschalurlaubsreise (all inclusive) mit hohem Anspruchsdenken angehen, sondern dass dieses Projekt ihnen viele Möglichkeiten gibt, selbst aktiv zu werden. Diese Fair Play Tour bietet den Eltern viele Ansätze ihre Kinder zu einem bewussteren Leben zu führen.


 

 
Fair Play Tour- Versprechen der Lehrer

„Die Fair Play Tour d'Europe ist das bedeutendste Jugendprojekt in unserer Großregion", lobte Frau Kratz von der Staatskanzlei Mainz das Schülerprojekt Fair Play Tour beim Empfang in Arlon. „Junge Menschen erfahren eine Woche die verschiedensten Facetten der Großregion. Sie erleben ein grenzenloses Europa. Sie lernen sich kennen und überwinden gegenseitige Vorurteile und Sprachbarrieren. Die Tour ist ein Baustein zum Zusammenwachsen der Menschen in Europa."

Die Fair Play Tour wird organisiert von Klaus Klaeren und Herbert Ehlen. In ihrer Ausführung werden sie von einem großen Stab bewährter Mitarbeiter tatkräftig unterstützt. Damit die Ziele der Tour auch in den Köpfen der Jugendlichen ankommen und nicht nur in den Beinen steckenbleiben, wird von den Lehrern, die je fünf Schüler über dieses Projekt begleiten, einiges abverlangt:

Sie bereiten ihre Schüler/innen gewissenhaft auf die Tour vor.

Physisch:

Die Schüler (aber auch die Lehrer) müssen in der Lage sein, Tagesetappen von 100 Kilometern in einem 20-er Schnitt zu fahren. Die Art der Vorbereitung kann langfristig sein, auch mit Lauftraining im Winter. Wer diese Möglichkeit nicht hat, muss von April an mehrere Male die Woche Trainingsfahrten mit den Kindern durchführen.  Dabei wird auch das Fahren in der Gruppe eintrainiert. Den Schülern muss schon vor der Tour bewusst sein, dass gefahrloses Radfahren in grossen Gruppen nur mit Einhaltung der Tourregeln und respektvollem Verhalten möglich ist.

Pädagogisch:

Neben der Entwicklung der Leistungsfähigkeit durch Förderung der Leistungsbereitschaft legen wir bei dieser Fair Play Tour, wie es der Name schon ausdrückt, besonderen Wert auf die Ausbildung des Fair Play Gedankens: Die Schüler sollen lernen vernünftig mit ihrer Umwelt umzugehen. Dies beinhaltet sowohl den Umgang mit Menschen als auch den mit der Natur.

Wie wir alle als Lehrer und Erzieher wissen, ist dies ein langwieriger Prozess. Neben der Wissensvermittlung ist dies jedoch die Hauptaufgabe in unserem pädagogischen Wirken.

Auf der Tour 2009 wurde der Spruch geprägt: In der Erziehung müssen wir locker bleiben, dürfen aber nicht locker lassen. Daher müssen wir als Betreuer auch während der Tour ständig in Kontakt mit unseren Schüler/innen bleiben. Die Betreuer sollten sich abends wenigstens  eine halbe Stunde  Zeit nehmen, den Tourtag Revue passieren zu lassen. Dabei werden auch geographische, geschichtliche oder politische Aspekte berührt. Schließlich sollen die Kinder etwas zu erzählen haben, wenn sie von der Tour zurückkommen, weil sie bleibende und prägende Eindrücke bei ihnen hinterlassen hat.

Solidarität

ist der dritte Aspekt der Fair Play Tour, der auch in der Vorbereitung eine wichtige Rolle spielt. Die Schüler sollen sensibilisiert werden für Probleme in der Dritten Welt. Wir helfen den Schülern durch Bewusstmachen von Werten sich abzuwenden von einer wachsenden „Ego-Kultur" und sich gesellschaftlich zu engagieren. So führen Fair Play- Schulen einen Lebenslauf oder Sponsoringlauf im Laufe des Tourjahres durch. Dabei lernen die Schüler, wie wichtig Solidarität in unserer globalisierten Welt ist. In der Vorbereitung wird den Schülern bewusst, dass Entwicklungszusammenarbeit Hilfe zur Selbsthilfe ist: Ihre Spendengelder werden zum Bau von Schulprojekten eingesetzt. Ihr Engagement ist daher nicht nur moralischer sondern auch eigennütziger Natur.

Bei diesem schwierigen Themenkomplex ist es unabdingbar, dass die betreuenden Lehrer ihren Schülern Hilfestellung geben, so dass sie auch aus voller Überzeugung und Wissen über ihr Handeln tätig werden.

Die Tour selbst stellt ja für die Teilnehmer auch einen Lebenslauf dar, für den sie Spendengelder sammeln sollen. Daher ist es wichtig, dass die Schüler im Gespräch mit den Sponsoren kompetent Auskunft geben können.