Fairplay Tour
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Tour Gedanken

 

Die Rede der Schüler Lea Henrich und Armin Gottke, die auch in diesem Jahr noch mit einer FairPlay Tour – Delegation Ruanda besuchen werden. Diese Rede betont erneut auf lebendige Weise unsere Solidarität mit Ruanda.

Diese Rede hielten die beiden auf der 4. Etappe am 27. Juni 2012 in Mersch. >>>Tourtagesbericht

Solidarität mit Ruanda von Lea Henrich und Armin Gottke

Vor 6 Jahren, als ich mit dem Fahrradfahren anfing, habe ich dies getan, weil ich als kleiner Junge schnell zu begeistern war. Sobald im Fernsehen Turmspringen lief, wollte ich Turmspringer werden. Als ich zum ersten Mal einen richtigen Clown gesehen habe, wollte ich mit der Clownerie anfangen. Ebenso war es mit der Tour, der betreuende Lehrer hatte mich damals so begesitert, dass ich mitgefahren bin. Meine Gedanken über das Turmspringen und die Clownerie waren nur Eintagsfliegen. Aber bei der Tour wollte ich noch mal mitfahren. Warum war das so?

War es so, weil die Tour d´Europe mit Sport und Spaß zu tun hat und weil der Ehrgeiz einen angespornt hat? Oder ging es darum, das Partnerland von Rheinland-Pfalz, Ruanda, Ruanda, zu fördern und dabei noch Spaß und Erfolg zu verspüren? Habe ich mich als 12Jähriger schon für Entwicklungshilfe interessiert, oder ob die Kinder in Ruanda in die Schule gehen können?

Damals haben wir schon Spenden gesammelt und wir hatten den Ehrgeiz, dass es jedes Jahr mehr Spenden werden sollten. Wir wollten nicht die erfolgreichsten Spendensammler werden, sondern die Unterstützung Ruandas war uns ans Herz gewachsen. Obwohl noch niemand aus dem Team Ruanda besucht hatte, spürten wir eine tiefe Verbundenheit mit diesem Land.

Durch die Tour sind wir auf das kleinste Land Afrikas, in dem 1994 bei einem Völkermord ca. 1 Mio. Menschen in knapp 100 Tagen ermordet wurden, aufmerksam geworden.

Plötzlich war es uns nicht mehr egal, dass viele der dort aufwachsenden Kinder nicht die Möglichkeit haben, eine Schule zu besuchen: wir wollten aktiv mithelfen und unsere Ziele waren:

Die Freundschaft zu stärken und zu festigen und die politische und wirtschaftliche Lage des Landes dauerhaft zu verbessern.

Mit unseren Spenden und unserem Interesse haben wir der afrikanischen Schweiz Hilfe zur Selbsthilfe gegeben und dies erfüllt mich persönlich mit Stolz. Kinder können dank unserer Hilfe zur Schule gehen. Wissen ist ein Gut, das ihnen nie wieder geraubt werden kann.

Zur Vorbereitung dieser Rede habe ich eine Mind-Map erstellt; und einer der ersten Begriffe, die darauf standen, war Freundschaft. Wie komme ich dazu? Mit jemandem befreundet zu sein, den ich noch nie vorher gesehen habe? Dies liegt wahrscheinlich an der Verbundenheit mit diesem Land, in dem 70% der Bevölkerung unter 25 Jahren ist. Junge Menschen haben in der Regel Lebensfreude, und diese jungen Menschen haben dann noch Kultur. Und ich glaube, wenn zwei glückliche kultivierte Menschen zusammen treffen, kann nur Freundschaft entstehen.

Deswegen, so denke ich, stand Freundschaft an oberster Stelle. Ich glaube, es geht nicht nur mir so. Allein die Tatsache, dass ihr die Tour mitfahrt, zeigt, dass ihr Solidarität mit Ruanda habt. Ihr habt nicht nur Solidarität zu Ruanda, sondern auch Ehrgeiz. In 14 Jahren Tour wurden schon 10 neue Schulen finanziert, zudem wurden noch zahlreiche andere Projekte gefördert. Mit der Gründung der Partnerschaft vor 30 Jahren hat sich das Land RLP vom Partner Ruandas zum Freund entwickelt.

Ruanda ist etwa so groß wie das Einzugsgebiet der Tour und hat etwa doppelt so viele Einwohner wie dieses.

Die Freundschaft zu Ruanda begleitet uns im  Alltag, in der Schule und in unserem politischen Denken. Obwohl die Entfernung der beiden Länder gleich bleibt, glaube ich, dass wir mit jeder Tour diesem Land immer näher kommen.