27.11.2017 | Abschlussveranstaltung 2017

Trier. Bei der Abschluss-Veranstaltung zur 19. Fairplay-Tour der Großregion wurde eine beeindruckende Bilanz präsentiert.

Das Jubiläum wirft schon seine Schatten voraus. „Bereits heute läuft die Vorbereitung für die nächste Fairplay-Tour“, berichtete Georg Bernarding. Der Vorsitzende der Trierer Sportakademie fiebert wie viele andere der 20. Auflage der Solidaritätsfahrradtour für Afrika entgegen.

Vom 15. bis 23. Juni 2018 werden wieder rund 300 Schüler und ihre Betreuer aus verschiedenen europäischen Ländern mit dem Fahrrad durch die Großregion radeln.

So wie in diesem Sommer zum 19. Mal auf mehr als 700 Kilometern in Rheinland-Pfalz, im Saarland, in Belgien, Luxemburg und Frankreich Werbung für Solidarität, respektvollen Umgang — kurz Fairplay — gemacht wurde. Seit 1999 haben mehr als 5000 Teilnehmer insgesamt mehr als 3,6 Millionen Kilometer zurückgelegt, rechnete Bernarding vor. 3,2 Millionen Euro für Hilfeprojekte zur Selbsthilfe in Ruanda kamen durch die Fairplay-Tour und den mit ihr verbundenen Benefizaktionen, wie beispielsweise Spendenläufen zusammen.

„Was die Mädchen und Jungen geleistet haben, ist großartig“, fasste Bernarding zusammen. Allein für 2017 konnten nun in der Arena Trier 105 000 Euro an die Deutsche Welthungerhilfe (DWH) und den Partnerschaftsverein Rheinland-Pfalz/Ruanda übergeben werden.

„Wir sind froh, dass wir bereits mit den Spenden von 2017 die Muheta-Grundschule fertigstellen können“, bedankte sich DWH-Vorstandsmitglied Mathias Mogge. In den 18 bisher geförderten Schulen im rheinland-pfälzischen Partnerland werden nicht nur Klassenräume gebaut, sondern auch Toiletten und Regenwassertanks. Außerdem gilt Hygieneschulung ein Hauptaugenmerk.

„Wir bauen nicht nur Schulen, sondern verbessern das gesamte Umfeld“, betonte Mogge. Ruanda habe sich mittlerweile ganz toll entwickelt und sei in dieser Hinsicht ein Beispiel für andere afrikanische Staaten. Die Analphabetenrate sei von 50 auf 30 Prozent gesunken. Ganz anders sehe es nur wenige Kilometer weiter südlich in Burundi aus. Dort leide die Hälfte der Kinder an Unterernährung.

Die Fairplay-Tour helfe aber nicht nur durch ihre Spenden, sondern führe auch die jungen Menschen in der Großregion zusammen, betonte Rolf Meier vom Partnerschaftsverein Rheinland-Pfalz/Ruanda: „Wenn sich 300 junge Europäer aus vier Ländern aufmachen, um Afrika zu helfen, dann zeigt das, dass Europa lebt.“

 

Holger Teusch (Trierischer Volksfreund)

 

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