21.09.2017 | ÜBERHOLERIN HANNAH LUDWIG

ÜBERHOLEN HAT SIE BEI DER TOUR GELERNT:

HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH, HANNAH

 

(Bergen) Hannah Ludwig vom RSC Stahlross Wittlich verpasst bei den Rad-Weltmeister- schaften in Norwegen im Einzelzeitfahren eine Medaille nur um drei Sekunden.

 

Ludwig fährt auf WM-Platz vier 

 

21.09.2017
Holger Teusch 

Bergen Was für ein Erlebnis, was für ein Erfolg: Ganz fasziniert erzählt Hannah Ludwig von ihrer ersten Rad-Weltmeisterschaft: "Beim Essen sitzt man nur zwei Meter von den Stars weg. Christopher Froome ist an mir vorbeigefahren und der Giro-d’Italia-Gewinner Tom Dumoulin."
Die 17-Jährige vom RSC Stahlross Wittlich ist ganz hin und weg. Die Atmosphäre sei ganz anders als die Europameisterschaft im August in Dänemark. Was Ludwig bei ihren zweiten internationalen Titelkämpfen erlebt, ist die ganz große Bühne des Radsports - überall Kameras und Fans. Trotzdem gelang es der jungen Frau aus Traben-Trarbach am Montag, sich beim Einzelzeitfahren der U19-Juniorinnen voll auf ihr Rennen zu konzentrieren.

 

Als alle 47 Fahrerinnen die 16,1 Kilometer lange Strecke absolviert hatten, stand hinter Ludwigs Name die viertbeste Zeit: 24:05,17 Minuten. Das bedeutet eine Durchschnittsgeschwindigkeit von mehr als 40 km/h auf einem schwierigen Parcours mit vielen kleinen Hügeln und Fahrbahnunebenheiten zur Verkehrsberuhigung.
Die Italienerin Alessia Vigilia hatte als erste Starterin mit 23:26,10 Minuten direkt ein dickes Ausrufezeichen gesetzt. Ludwig ging als 17. ins Rennen (Abstand zwischen den Starts: 90 Sekunden) und durfte sich nach ihrem Zieleinlauf freuen, auf den zweiten Platz auf dem sogenannten "heißen Stuhl" der drei Erstplatzierten gerufen zu werden. "Nach einem Einzelzeitfahren tun die Beine einfach weh wie verrückt", erzählt sie. Nachdem die Australierin Madeleine Fasnacht als 27. Starterin 24:02,04 Minuten erreicht hatte, musste Ludwig auf den dritten Platz wechseln.
Dort saß sie dann eine halbe Stunde, bis Vigilias Landsfrau Elena Pirrone als letzte Starterin die bisherige Spitzenreiterin mit 23:19,72 Minuten doch noch übertrumpfte. Dass sie so knapp (um drei Sekunden) an einer Medaille vorbeischrammte, ärgert Ludwig allerdings nicht. Vielmehr freut sie sich über den unerwarteten Erfolg. Bei der Europameisterschaft war sie noch Fünfte geworden.

 

Aber bereits nach der EM Anfang August in Dänemark zeigte Ludwigs Formkurve weiter nach oben. Eine Woche vor der Weltmeisterschaft luchste die Fahrerin vom Team Mangertseder-BRV/RLP/WRSV beim Bundesliga-Finale in Bad Driburg ihrer Mannschaftskameradin Ricarda Bauernfeind im Straßenrennen mit einer couragierten Alleinfahrt die Tabellenführung ab.
Morgen, Freitag, kann sich Hannah Ludwig ein weiteres Mal in Szene setzen. "Ich gehe sehr entspannt in das Rennen", sagt die 17-Jährige nach dem Erfolg im Einzelzeitfahren. "Das wird mehr taktisch. Ich weiß noch nicht, ob ich Kapitän sein werde. Aber ich denke, wir werden versuchen ein aktives Rennen zu fahren." Die viermal zu fahrende Runde besteht aus der Einzelzeitfahrstrecke und dem drei Kilometer langen Anstieg des Mount Ulriken, dem mit 643 Meter höchsten der sieben Berge rund um Bergen. Ludwig nimmt’s, wie es kommt - auch das Wetter: "Für Freitag sind Regen und acht Grad angesagt. Aber das ist nicht schlimm. Dann regnet es halt."

 

 

 

(Bergen) Hannah Ludwig vom RSC Stahlross Wittlich verpasst bei den Rad-Weltmeister- schaften in Norwegen im Einzelzeitfahren eine Medaille nur um drei Sekunden.

 

Ludwig fährt auf WM-Platz vier 

 

21.09.2017
Holger Teusch 

Bergen Was für ein Erlebnis, was für ein Erfolg: Ganz fasziniert erzählt Hannah Ludwig von ihrer ersten Rad-Weltmeisterschaft: "Beim Essen sitzt man nur zwei Meter von den Stars weg. Christopher Froome ist an mir vorbeigefahren und der Giro-d’Italia-Gewinner Tom Dumoulin."
Die 17-Jährige vom RSC Stahlross Wittlich ist ganz hin und weg. Die Atmosphäre sei ganz anders als die Europameisterschaft im August in Dänemark. Was Ludwig bei ihren zweiten internationalen Titelkämpfen erlebt, ist die ganz große Bühne des Radsports - überall Kameras und Fans. Trotzdem gelang es der jungen Frau aus Traben-Trarbach am Montag, sich beim Einzelzeitfahren der U19-Juniorinnen voll auf ihr Rennen zu konzentrieren.

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Als alle 47 Fahrerinnen die 16,1 Kilometer lange Strecke absolviert hatten, stand hinter Ludwigs Name die viertbeste Zeit: 24:05,17 Minuten. Das bedeutet eine Durchschnittsgeschwindigkeit von mehr als 40 km/h auf einem schwierigen Parcours mit vielen kleinen Hügeln und Fahrbahnunebenheiten zur Verkehrsberuhigung.
Die Italienerin Alessia Vigilia hatte als erste Starterin mit 23:26,10 Minuten direkt ein dickes Ausrufezeichen gesetzt. Ludwig ging als 17. ins Rennen (Abstand zwischen den Starts: 90 Sekunden) und durfte sich nach ihrem Zieleinlauf freuen, auf den zweiten Platz auf dem sogenannten "heißen Stuhl" der drei Erstplatzierten gerufen zu werden. "Nach einem Einzelzeitfahren tun die Beine einfach weh wie verrückt", erzählt sie. Nachdem die Australierin Madeleine Fasnacht als 27. Starterin 24:02,04 Minuten erreicht hatte, musste Ludwig auf den dritten Platz wechseln.
Dort saß sie dann eine halbe Stunde, bis Vigilias Landsfrau Elena Pirrone als letzte Starterin die bisherige Spitzenreiterin mit 23:19,72 Minuten doch noch übertrumpfte. Dass sie so knapp (um drei Sekunden) an einer Medaille vorbeischrammte, ärgert Ludwig allerdings nicht. Vielmehr freut sie sich über den unerwarteten Erfolg. Bei der Europameisterschaft war sie noch Fünfte geworden.

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Aber bereits nach der EM Anfang August in Dänemark zeigte Ludwigs Formkurve weiter nach oben. Eine Woche vor der Weltmeisterschaft luchste die Fahrerin vom Team Mangertseder-BRV/RLP/WRSV beim Bundesliga-Finale in Bad Driburg ihrer Mannschaftskameradin Ricarda Bauernfeind im Straßenrennen mit einer couragierten Alleinfahrt die Tabellenführung ab.
Morgen, Freitag, kann sich Hannah Ludwig ein weiteres Mal in Szene setzen. "Ich gehe sehr entspannt in das Rennen", sagt die 17-Jährige nach dem Erfolg im Einzelzeitfahren. "Das wird mehr taktisch. Ich weiß noch nicht, ob ich Kapitän sein werde. Aber ich denke, wir werden versuchen ein aktives Rennen zu fahren." Die viermal zu fahrende Runde besteht aus der Einzelzeitfahrstrecke und dem drei Kilometer langen Anstieg des Mount Ulriken, dem mit 643 Meter höchsten der sieben Berge rund um Bergen. Ludwig nimmt’s, wie es kommt - auch das Wetter: "Für Freitag sind Regen und acht Grad angesagt. Aber das ist nicht schlimm. Dann regnet es halt."

 

 
 
 

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