06.07.2017 | TOURBERICHT GYMNASIUM TRABEN TRARBACH

Staub, Hitze, Regen, Kälte, Stürze

– die Tour 2017 war eine harte Nummer

Trier, 1.07.2017 Tour de France-Atmosphäre an der Sportakademie: Die Teilnehmer der 19. Fairplay Tour werden am Samstagnachmittag von hunderten Schaulustigen am Straßenrand bei ihrer Ankunft in Trier begeistert empfangen und fahren unter großem Applaus in die Arena ein.

 

Klatschnass sind die Kleider, Beine und Gesichter vom Straßenschmutz besprenkelt, die Räder sind völlig verdreckt – diese Tour war kein Kinderspiel! Das sehen die Schaulustigen, welche die Herzogenbuscherstraße am Samstagnachmittag vor der Arena dicht an dicht säumen, sofort. Der Tross, der sich da im strömenden Regen über den Hunsrück bewegt hat und jetzt in Trier einfährt, ist imposant: 44 Teams, eingeteilt in  8 Gruppen, ca. 320 Fahrer, 1 Führungsfahrzeug, 3 LKWs, 6 Kleinbusse, 1 „Besenwagen“ mit Radanhänger – es  ist eine verschworene Gemeinschaft, die sich bei der 19. Fairplaytour durch die Großregion bewegt hat, um dem Hunger in Afrika „Beine zu machen“ (Slogan der Welthungerhilfe).

Der achte Tag der Tour war dabei für alle eine letzte große Herausforderung:

Mit 85 Kilometern ist die Strecke (Ottweiler - Mandern – Trier) an diesem Tag zwar eine der kürzesten der Tour, aber die 85 Kilometer haben es in sich: Auf den ersten 50 Kilometern geht es fast permanent bergauf, mehr als 1200 Höhenmeter müssen als Anstiege überwunden werden. Zusätzlich machen Wind, Kälte und teils heftiger Regen den Teilnehmern, die schon eine Sternfahrt und 7 schwere Etappen in den Beinen haben, zusätzlich zu schaffen. Besonders die jüngeren Fahrer kommen an diesem Tag noch einmal an ihre Grenzen. Nur das gemeinsame Ziel, der Zuspruch aus dem Team  und der unbedingte Wille, „ihre Tour“ ohne fremde Hilfe zu Ende zu fahren, hält sie davon ab, vom Rad zu steigen und die Tour im „Besenwagen“ zu beenden.

Umso größer ist die Begeisterung angesichts des Jubels der Zuschauer in Trier:

Die Strapazen scheinen vergessen, die Augen strahlen in den sonnenverbrannten

Gesichtern, die Freude, Großartiges geleistet zu haben, ist den Jugendlichen, aber auch den Betreuern anzusehen. Eine Woche lang haben sie sich den Strapazen der Tour ausgesetzt, haben wenig komfortabel in Turnhallen geschlafen, haben geduldig bei jeder Essensausgabe Schlange gestanden, haben sich an mehrmals nach anstrengenden Etappen mit kalten Duschen begnügen müssen.

Sie haben im Schnitt jeden Tag 100 Kilometer zurückgelegt und dabei fast 10 000 Höhenmeter überwunden. Und sie haben mit ihrer Rundfahrt, die über 760 Kilometer vom Hunsrück über die Eifel nach Belgien, Luxemburg, Frankreich und das Saarland bis Trier führte, ein Zeichen gesetzt: Ein Zeichen für die Solidarität, ein Zeichen gegen den Hunger. Und ein Zeichen für ein geeintes, für ein friedliches Europa ohne Grenzen!

Das Gymnasium Traben-Trarbach, seit 2002 bei der Tour, schickte in diesem Jahr erneut

zwei Tourteams.

Team 1: Elias Burg, Finn Elsen, Nils Fischer, Johannes Jüngling, Svenja Sausen,

     Johannes Wiedemann (Klasse 9)

Team 2: Maximilian Dahm, Louis Gaudenzi, Alexander Stark (Klasse 5/6)

Betreuer: Martin Jung/Michael Herder

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Durch das Tour-Sponsoring und einen LebensLauf der Klassen 5 – 7 (9.06.17) wurden in diesem Jahr über 10 000 Euro Spendengelder erlaufen und erradelt. Mit den Spenden werden ein Hilfsprojekt der Deutschen Welthungerhilfe in Ruanda (Ausbau/Sanierung der Muheta-Grundschule in der ruandischen Region Muhanga) und unsere Partnerschule in Ruanda (École Secondaire de GIKONKO“ im Distrikt Gisagara, Sektor Gikonko) unterstützt.

 

M. Herder