Lukas beim Start | Titelbild

13.07.2020 | Lukas Ittenbach auf ausgefallener Tour

FairPlay Tour Corona Challenge von Lukas Ittenbach

 

 

Nachdem Lukas sein Abitur im Juni abgeschlossen hatte, suchte er eine neue Herausforderung für die kommende Zeit. Zusätzlich zu seinem 10 Wochen langen Train For Burundi Projekt, bei dem er Spenden für das FairPlay Tour Projekt sammelte, war da natürlich auch das Fahren der FairPlay Tour in Eigenregie eine gute Idee.

 

An 4 Tagen, vom 26. - 29. Juni, ging es dann tatsächlich für Lukas auf die Originalstrecke der FairPlay Tour 2020. Über 800 Kilometer und 6000 Höhenmeter lagen vor ihm. Geplant hatte Lukas die Strecke als Acht, damit er die zweite Nacht zuhause verbringen konnte. Unterwegs war Lukas mit seinem sogenannten Gravelbike - also einem geländetaugliches Rennrad, mit dem man auch problemlos auf Schotter und im Wald unterwegs sein kann. Vorallem in Belgien erwies sich das zwischenzeitlich als perfekte Entscheidung.

 

 

| Etappe 1 | Pluwig - Birkenfeld - Morbach - Lieser - Wittlich - Daun - Gönnersdorf | 203km. 2450hm. 07:55h. |

 

Am ersten Tag startete Lukas zuhause in Pluwig, ein kleiner aber feiner Ort zwischen Trier und Hermeskeil. Von dort ging es dann über den Ruwer Hochwald Radweg nach Hermeskeil und von dort weiter über Börfink und Brücken zum Start der eigentlichen FairPlay Tour 2020 nach Birkenfeld.

 

Es war ein trauriger Anblick für ihn in Birkenfeld: Kein LKW, kein Tour-Tross, keine weiteren Teilnehmer und keine der vielen Freunde, die man in den letzten Jahren auf der Tour kennengelernt. Es ist einfach schade, dass die FairPlay Tour in diesem Jahr aufgrund der aktuellen Situation nicht wie sonst stattfinden konnte. Doch trotzdem hat er versucht, das beste aus der Situation zu machen.

 

Anschließend ging es dann über den Erbeskopf - eigentlich nicht Teil der originalen Route - weiter nach Morbach. Aus dem schönen Hunsrück fuhr er über Lieser auf den Mosel-Maare-Radweg. Bei heißen Temperaturen jenseits der 30 Grad ging es über Wittlich nach Daun, ein Stück das Lukas unendlich lang vorkam. Ab kurz vor Daun wurde er dann von den Brüdern Jan und Luca Heck begleitet, in Daun gab es eine letzte Stärkung und anschließend ging es zusammen weiter bis nach Gönnersdorf in die tiefste Eifel. Übernachten durfte Lukas hier bei Familie Heck. Nach leckerem Abendessen bei Uschi - Spaghetti Bolognese darf als Tour Essen natürlich nicht fehlen - ging es dann auch recht früh ins Bett.

 

 

| Etappe 2 | Gönnersdorf - Bütgenbach - St. Vith - Diekirch - Echternach - Trier - Pluwig | 243km. 1450hm. 09:35h. |

 

Am zweiten Tag ging es dann von Gönnersdorf aus direkt weiter in Richtung Belgien. Zuerst über den Kyllradweg zum Ende der 2. Etappe nach Bütgenbach (BEL), dann weiter über St. Vith (BEL) und das luxemburgische Hinterland nach Diekirch (LUX), wo das Ende der 3. Etappe gewesen wäre. Doch nicht genug, es ging von dort (KM 150) noch weiter nach Echternach (LUX) und von dort über Trier (D) zurück nach Pluwig - die letzten 40 Kilometer zum Glück in netter Begleitung von meinem Vater. Über 240 Kilometer auf dem Gravel Rad und fast 10 Stunden Fahrzeit haben an diesem Tag definitiv Spuren bei Lukas hinterlassen.

 

 

| Etappe 3 | Pluwig - Konz - Remich - Schengen - Thionville - Metz - Bouzonville - Saarlouis - Saarbrücken | 208km. 1410hm. 08:32h. |

 

Am dritten Tag startete Lukas wieder von Pluwig aus. Bereits um 07:15 Uhr ging es los in Richtung Konz, wo Lukas dann den „SaMoSa Marathon“ von Karl Josef Roth am Start kurz mitbegleitet habe. Danach ging es von Konz aus an der Mosel entlang in Richtung Frankreich. Über Luxemburg - durch Remich und Schengen - ging es dann nach Thionville und Metz, wo wir auch schon mehrmals mit der Tour zu Gast waren. Von Metz bin ich anschließend über leere französische Landstraßen nach Bouzonville und anschließend ins Saarland gefahren. Nach Saarlouis kam mir dann Tobias Doll entgegen, der mich dann die letzten 20km bis Saarbrücken begleitet hat.

 

 

| Etappe 4 | Saarbrücken - Neunkirchen - St. Wendel - Hermeskeil - Föhren - Trier - Pluwig | 236km. 1798hm. 09:32h. |

 

Am vierten und damit letzten Tag ging es in netter Begleitung von Tobias Doll von Saarbrücken über Großblittersdorf (F) und Saargemünd (F) nach Neunkirchen, dem letzten Etappenort vor Trier. Anschließend fuhren die beiden dann weiter über Ottweiler, Sankt Wendel und Nonnweiler nach Hermeskeil. Von dort an haben Lukas und Tobias dann nach und nach auf dem Ruwer Hochwald Radweg einige Begleiter, Tour-Freunde und Bekannte eingesammelt, mit denen es dann zusammen zu einem kleinen Empfang bei Vet-Concept nach Föhren ging.

 

Dort wurden dann Lukas Ittenbach sowie Jan und Luca Heck von Kaspar Portz (SV Vecunda Bekond) und Herbert Ehlen (Organisator FairPlay Tour der Großregion) für ihr vorbildliches Engagement während der letzten Wochen ausgezeichnet. Lukas bedankt sich von Herzen bei allen, die beim Empfang in Föhren dabei waren, vorallem bei Freund Luis Sanktjohanser für die kurzfristige Organisation und bei Torsten Herz von Vet-Concept für die Unterstützung der FairPlay Tour.

 

Im Anschluss an den Empfang ging es für Lukas dann noch in das Trierer Moselstadion, wo die FairPlay Tour in diesem Jahr geendet hätte. Eine besondere Tour ging für ihn zu Ende und wird so schnell nicht vergessen werden. Insgesamt legte Lukas in den 4 Tagen innerhalb von 36 Stunden und 33 Minuten 888 Kilometer und 7152 Höhenmeter zurück, war in 4 Ländern (D, BEL, LUX, F) und 3 deutschen Bundesländern (RLP, NRW, SAR)

 
 
 

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