22.05.2019 | 21. Fairplay-Tour startet in vier Wochen

 

Bald geht es wieder los mit der Fairplay-Tour der Großregion. Am 22.06.2019 werden sich erneut ca. 320 Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit ihren Betreuern auf die Räder setzen um durch die Großregion zu fahren.

Ziel der Radtour, an der der Verein Bekond aktiv zum 14. Mal mit einem eigenen Team teilnimmt ist es unter anderem Spenden für Schulprojekte in Ruanda und Burundi zu sammeln.

Das Team von Bekond aktiv e.V. hatte letzte Woche dem jahrelangen Unterstützer, der Fa. Vet-Concept im Rahmen einer Trainingstour einen Besuch abgestattet. (siehe Bild)

Ca. 600 Kilometer haben die Bekonder bisher für diese Tour trainiert und auch schon fleißig für das Tourprojekt in Burundi gesammelt. 1.400,- Euro sind beim diesjährigen Zitronenkrämerlauf für die Mutara Grundschule in Burundi zusammen gekommen.

Die Mutara-Grundschule liegt in der burundischen Provinz Kirundo und wird über die Deutsche Welthungerhilfe unterstützt. An der Schule werden fast 1100 Schülerinnen und Schüler im Alter von 6 bis 15 Jahren von 22 Lehrern unterrichtet. Neben Lehrmaterialien mangelt es in den überfüllten Klassen an Schulbänken, so dass kaum Platz zum Schreiben ist. Die Klassenräume sind dunkel, da es keine richtigen Fenster gibt, und teilweise Wind und Wetter ausgesetzt. Darüber hinaus fehlen der Schule sanitäre Anlagen und eine zuverlässige Wasserversorgung, um den Kindern eine hygienische Lernumgebung bieten zu können.

Damit sich die Situation für die Kinder verbessert, möchte die Fairplay Tour 2019 Spenden sammeln, um die Baumaßnahmen in der Mutara-Grundschule zu unterstützen. Sechs neue Klassenräume und sechs Toiletten sollen gebaut, sowie zwei Wassertanks à 10.000 Liter zur Verfügung gestellt werden. Zusätzlich werden Gesundheitsschulungen zu Ernährung und Hygiene angeboten.

Weitere 600 Kilometer Trainingsstrecke wollen die Bekonder bis zum Start der Tour noch zurücklegen. Die Trainingstouren führen die Jugendlichen an die Mosel, in die Südeifel und auch in den Hunsrück. Dabei gibt es immer wieder Neues zu entdecken.  Die Bekonder werden auch fleißig für das zweite Projekt der diesjährigen Fairplay-Tour im rheinland-pfälzischen Partnerland Ruanda sammeln.

Dieses Schulprojekt, die Groupe Scolaire Kabirizi befindet sich in der Ostprovinz Ruandas. Wenn man die asphaltierte Hauptstraße hinter sich lässt, erreicht man die Schule nach ein paar Kilometern auf einer befahrbaren Seitenstraße. Die Schule wurde 1998 gegründet und befindet sich seither im Besitz der ruandischen Ruanda. Mit Hilfe der Spenden einiger Eltern baute die Schule Klassenzimmer um die Schule zu erweitern. Da die Schule zu einem Internat geworden ist, werden mehr Klassenzimmer benötigt um alle Schüler unterzubringen. 782 Schüler gehen dort derzeit in die Schule. Davon sind 401 Mädchen und 381 Jungen. Unter ihnen sind Kinder aus sehr armen Verhältnissen und Waisen. Die Groupe Scolaire Kabirizi hat 12 Klassenzimmer für die 782Schüler. Neun dieser Räume sind aus Holz gebaut und bieten keine angemessene Lernumgebung. Aufgrund des Alters und der Konstruktionsweise befinden sich die Gebäude in keinem guten Zustand und müssen durch neue Klassenzimmer ersetzt werden. Die hygienische Situation ist ebenfalls schlecht. Für die gesamte Schülerschaft stehen lediglich 10 Latrinen zur Verfügung stehen. Außerdem fehlt ihm die Grundversorgung mit Brauchwasser. Die Groupe Scolaire verfügt über keine Zisternen oder ähnliche Behälter zur Speicherung von Wasser.

Die Kosten für den Neubau von 4 Klassenräumen und einer Zisterne für die Toiletten belaufen sich auf ca. 42.000,- Euro.

Die Teilnehmer der Tour werden bei der Fairplay-Tour der Großregion und den vielen Begleitaktionen ihr Bestes geben um beide Schulprojekte umzusetzen.

Welch gute Erfolge die bisherigen Touren erbracht haben und wie erfolgreich die Projekte waren, davon kann man sich am 07. Juni 2019 im Rahmen eines Bildervortrages in der Europäischen Sportakademie überzeugen. Teilnehmer der letztjährigen Ruanda- und Burundireise werden am 07. Juni anhand eindrucksvoller Bilder aber auch von der bitteren Armut in Burundi, der problematischen Ausgangssituation nach dem Genozid und den Erfolgen der Projektarbeit in Ruanda, den freundlichen Menschen in Afrika, der tollen Tierwelt und den vielfältigen Erlebnissen berichten.

 

 

 
 
 

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